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07.12.2023 Oberösterreich

Wä­sche wa­schen ver­bo­ten!

Seit kurzer Zeit zieren nun auch unser Dach Photovoltaikmodule. Die „Raus-aus-dem-Öl-Politik“ führte, zugegebenermaßen, für uns zu einer richtigen Kettenreaktion an Investitionen. Der erhöhte Strombedarf der Erdwärmepumpe (welche die böse Ölheizung ablöste) bei gleichzeitig explodierenden Strompreisen ist eigentlich nur in Kombination mit einer Stromproduktionsanlage sinnvoll, welche aber wiederum bei uns eines neuen Daches für die Installation bedurfte. Das sind eben die Tücken, wenn man sich im Sinne der Bodenschonung ein altes Haus kauft und saniert. So folgte eines dem anderen. Nun aber produzieren wir Strom. Ob man es als Klimaglück bezeichnen mag, ich weiß es nicht. Was ich aber definitiv sagen kann, ist, dass sich der Konsum von Strom schlagartig ab dem Tag der Installation der App für die Photovoltaikanlage änderte. Wann kommt wie viel Strom rein? Welches Gerät schalte ich wann ein? Unfassbar, wie viel Strom Backrohr, Mikrowelle und Herd verbrauchen! Auch wenn sich zu vorher nicht viel geändert hat, denn Strom ist für uns nach wie vor immer vorhanden, so hat sich psychologisch viel getan. Man haushaltet anders mit dem Strom: Waschmaschine und Geschirrspüler nur am Tag einschalten und wenn, dann nur in Serie, nicht synchron. Das Backrohr nicht zum Brötchen auftauen verwenden. Wasserkocher oder Herd? Ich weiß immer genau über meinen Stromverbrauch Bescheid und welches Gerät wie viel verbraucht. Diesen Effekt hatten bisher Stromsparbroschüren, Energievorträge oder gelesen Artikel bei mir nicht. Für mich heißt es jedenfalls „Wäsche waschen verboten“, solange die Sonne nicht am Himmel scheint, aber mit dem kann ich eh gut leben.

Sabine Traxler
Sabine Traxler

Organisation & Büro

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