Die Fuchskapelle in St. Egid
Besonderheit in der Stadtpfarrkirche St. Egid
Inmitten der Altstadt von Klagenfurt steht die Stadtpfarrkirche. In der Südkapelle, die nur bei Führungen öffentlich zugänglich ist, befindet sich seit Jahren ein echter Geheimtipp, den auch viele Klagenfurter:innen noch nicht kennengelernt haben. Der bekannte Künstler Prof. Ernst Fuchs, Mitbegründer der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“, begann im Jahr 1991 mit der künstlerischen Ausgestaltung der Kapelle und schuf in 20 Jahren ein Gesamtkunstwerk mit der apokalyptischen Szenenfolge auf einer Fläche von 160 m².
Die Generation Plus Kärnten lud Mitglieder und Sympathisant:innen zu einem gemeinsamen Besuch unter der professionellen Führung eines Pastoralassistenten in die „Apokalypsekapelle“ ein. Zahlreiche Freund:innen folgten dieser Einladung und lernten dabei die künstlerischen Interpretationen des Malers Ernst Fuchs nicht nur zu bewundern, sondern auch zu verstehen.
„Die Kapelle ist ein einzigartiges Kunstwerk, eine außerordentlich beeindruckende Farbexplosion. Ernst Fuchs‘ Kunstfertigkeit der Lasurmalerei mit Einflüssen der Malerei der Renaissance, dem Surrealismus und dem Jugendstil, machen aus dem Raum ein epochales Werk. Die Wand- und Deckenmalereien entführen in eine bunte Welt der Apokalypse, in das letzte biblische Buch, wo bild-gewaltige Visionen die Besucher*innen zu vielfältigen Gedanken und Interpretationen anregen“, so Maria Hartlieb.
Fotos: Alexander Panosch