Exkursion Sablatnigmoor
Besuch in der "Nacheiszeit"
In Fahrgemeinschaften wurde die Exkursion zum Sablatnigmoor/Zablaško blato, ein 100 Hektar großes Naturschutzgebiet in der Marktgemeinde Eberndorf, organisiert.
Nach ca. 40 Minuten Fahrzeit trafen die Exkursionsteilnehmer:innen bei der Tomarkeusche ein, wo Biologe Thomas Schneditz die ganze Fülle seines Wissens zur Verfügung stellte: über die Erdgeschichte, den Gletscher der letzten Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren, der ganz Kärnten in einer Dicke von 200 bis 1000 Meter bedeckte, von der Entstehung der Moore und der stark rückgängigen Biodiversität der Tier- und Pflanzenwelt.
Das Moor ist zusammen mit dem Turnersee der Überrest eines nacheiszeitlichen Sees. Dieser See verlandete allmählich und es entstand das Moor. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Wasser durch einen Damm gestaut, sodass ein Teich entstand, der zur Fischerei genutzt wurde. In den 1970er Jahren wollte man den Teich zu einem Badesee ausbaggern oder für die Landwirtschaft trockenlegen. Dann wurde jedoch im Jahr 1992 das ca. 100 ha umfassende Sablatnigmoor laut internationalem Ramsar-Abkommen (weltweiter Vertrag zum Schutz und zur klugen Nutzung von Feuchtgebieten) unter Naturschutz gestellt.
Nach der Führung stärkten sich die Exkursionsteilnehmere:innen an einer deftigen Brettljause in der nahe gelegenen Buschenschank. Manche nutzten auf der Heimfahrt auch die Gelegenheit, im Gösselsdorfer See bei Eberndorf oder ein paar Kilometer weiter am idyllischen Sonneggersee eine Runde zu schwimmen oder auch nur die Natur zu genießen.